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Schlagwort: Abgeltungssteuer

Was ist die Abgeltungssteuer ?

Was ist die Abgeltungssteuer ?

Im Jahr 2009 wurde die Abgeltungssteuer oder auch Kapitalertragssteuer genannt in Deutschland eingeführt. Sie wird auf Gewinn aus Kapitalerträgen gezahlt und ist pauschal 25% plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Als Kapitaleinkünfte zählen Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne. Sie wird direkt von den Banken an das Finanzamt abgeführt.

Es gibt aber einige Besonderheiten und zu beachtende Fakten. Diese sind:

Gewinne aus Anlagen die vor 2009 gekauft wurden bleiben steuerfrei. Wie z.B. Aktien und Fonds. Realisierte Kursgewinne, Zinsen und Dividenden aus Aktien, Anleihen, Bankeinlagen, Fonds, Zertifikaten, sowie Kapitallebensversicherungen mit einer Laufzeit von weniger als 12 Jahren und der Auszahlung vor dem 60. Lebensjahr sind abgeltungssteuerpflichtig.

Der Freibetrag, auch Sparerpauschbetrag genannt, legt den Betrag fest bis zu den keine Steuern gezahlt werden müssen. Er beträgt für Ledige 801 Euro und bei Verheirateten wird er auf 1602 Euro verdoppelt. Durch die automatische Abführung der Abgeltungssteuer muss der Bank ein Freistellungsauftrag erteilt werden. Er kann auch auf verschiedene Konten, anlagen und Depots verteilt werden.

Es besteht die Möglichkeit Anlageverluste mit Gewinnen gegenzurechnen, aber dabei ist z.B. bei Aktien nur die Verrechnung mit Aktiengewinnen und keiner anderen Anlageform möglich.

Eine weitere Besonderheit besteht bei Depots oder Konten im Ausland. Dabei wird die Abgeltungssteuer nicht automatisch abgezogen. Sie müssen in der Steuererklärung als Kapitalgewinne angegeben werden.

Von der Abgentungsteuer ausgenommen sind z.B.: Erträge aus Zinsen aus Hypotheken, Grundschulden und Renten aus Rentenschulden, Erträge aus der Veräußerung einer stillen Gesellschaft oder Kapitallebensversicherung, Erträge aus bestimmten Fremdwährungsgeschäften , laufende Erträge aus einem ausländischen thesaurierenden Fonds.